Flip-Flops im Praxistest | Markt | NDR


Im Duell: günstige Modelle
gegen teure Markenprodukte. Flipflops von C&A für nur 1,50 Euro. Außerdem ein Herren-Modell von KIK
und eins für Kinder von H&M. Viel teurer: die Havaianas und die
von der Originalmarke Flip-Flop. Noch mal 10 Euro mehr
kosten die Skechers. Wir schicken alle Modelle ins Labor.
Hier werden häufig Schuhe untersucht. Die Nase bringt die Chemiker
manchmal auf die richtige Spur. Wir machen den Geruchstest
um zu sehen, ob Schadstoffe drin sind,
die man schon erriechen kann. Die PAK riechen nach Teer. Der Schuh würde dann
eine teerige Note bekommen. PAK ist die Abkürzung
für eine Gruppe von Schadstoffen. Über die Fußsohlen
können sie in die Haut gelangen. Die chemische Analyse zeigt, ob und womit
unsere Schuhe belastet sind. Außerdem müssen die Modelle zeigen,
wie strapazierfähig sie sind. Im echten Leben müssen sie
unseren Praxistest bestehen. Vivi, 12, Mutter Verena und Freund
David probieren für uns die Modelle. Erst die günstigen. Der Job der Tester:
Laufen, Laufen, Laufen. David stößt an seine Grenzen. Es ist besser,
als auf Scherben zu laufen. Ansonsten schwimm ich drin
und krall mich fest. Auch Verena hat Probleme. Unser Experte, Orthopäde Olaf Beck,
beobachtet das kritisch. Das ist sehr beweglich. Der einzige Punkt, der Stabilität
geben könnte, ist hier wacklig. Ich kann überhaupt nicht laufen. Das ist zu weit.
Hier kommt man mit dem Finger durch. Wenn man die Tochter nimmt:
Das passt schon etwas besser. Der Streifen ist breiter,
gibt mehr Halt. Bewertet wird mit fröhlichen
oder traurigen Smileys. Ich fand die unbequem,
Laufsicherheit genauso. Auf der Treppe
bin ich fast gefallen. Und der H&M-Schuh? Laufsicherheit? Mittel. Aus orthopädischer Sicht sind die Erwachsenen-Flipflops
durchgefallen. Der Kinder-Flipflop mit
der härteren Sohle und dem Bündchen ist als ausreichend zu werten. Ob das Urteil bei teuren
Marken-Flipflops besser ist? Auf in die zweite Laufrunde. Sieht aus, als hüpft es sich gut. Es ist trotzdem schon etwas rot. Aber ich hab genug Halt darin.
Ich kann darin laufen. Sieht der Orthopäde das auch so? Bei Kindern kann es dadurch,
dass das Fußbett fehlt, zu Verletzungen
mit Umknicken kommen. Jetzt die Skechers. Bei dem Schuh
ist das Fußbett bequemer, aber er ist mir viel zu groß
und reibt zwischen den Zehen. Das ist auch Davids Problem. Da, wo der Riemen
zwischen den Zehen durchläuft. Das schmerzt sehr. Es ist ein billiger Material,
es ist nicht entgratet. Es ist schlecht verarbeitet
und verursacht die Schmerzen. Auch das Laborergebnis der Havaianas
spricht nicht für Marken-Qualität. Schadstoff-Grenzwerte
werden nicht überschritten, aber die Havaianas sind stärker
als alle anderen Modelle belastet. Die Havaianas waren die einzigen, in denen wir
besonders kritische PAK fanden. Die sind krebserregend und giftig. Da muss der Hersteller
an der Materialgüte arbeiten und die Qualität verbessern. Wir informieren den Hersteller. Dieser bedankt sich
für die Information und versichert, alle Hinweise zu nutzen,
um an der Qualität zu arbeiten. Dass es besser geht, zeigen die Schuhe von KIK
und der Marke Flip-Flop. Hier fand das Labor
keinerlei Schadstoffe. Doch auch diese Modelle
haben Schwachstellen. Nach 48 Stunden Dauer-Belichtung wurde der Riemen vom melonenfarbigen
Flip-Flop blassrosa. Hier der Vergleich. Und der KIK-Schuh
fällt beim Ziehtest durch: Eine Norm gibt es nicht. Doch nach Laborstandard sollten Stege eine Zugkraft
von 150 Newton aushalten. Bei der Belastungsprobe haben 50 % der Schuhe
eher schlecht abgeschnitten. Wenn man die Rückseite anschaut: Die Stege sind hier verankert
und können hier durchgezogen werden. Sie müssen nur
mit dem Schuh hängenbleiben. Dann haben Sie eine extreme Kraft,
die auf den Steg trifft. Ihr Fuß ist nicht mehr fixiert und Sie können hinfallen
oder sich verletzen. Wer liegt nun im Gesamtergebnis
an der Spitze? Bei den günstigen Schuhen
sind es die Flipflops von H&M. Kaum Schadstoffe, die Riemen sind strapazierfähig,
bieten einigermaßen Tragekomfort. Für die KIK-Flipflops gibt es die Bestnote
in punkto Schadstoffe. Strapazierfähig und bequem
sind sie aber nicht. Die C&A-Schuhe für 1,50 Euro
überzeugen in keiner Kategorie. Bei den teureren Markenprodukten schneiden die
Original-Flip-Flops am besten ab. Dicht gefolgt
von den 35-Euro-Skechers. Schlusslicht sind die Schuhe
von Havaianas. Für über 20 Euro
gibt es wenig Qualität. Fazit: Der Preis von Flipflops sagt nichts
über die Qualität aus. Und egal welches Modell: Für den Dauereinsatz
sind sie nicht geeignet.

6 Comments

  • gut zu wissen Danke

  • 4:11 EINZIGEN* Fr. Dr.

  • welche sind gut Flop oder H und M

  • Schade CROCS waren leider nicht im Test. Aber ich Danke auch für diesen Beitrag 😊

  • 4:11 …Doktor Titel und dann das ….

  • meine havaianas haben 7 euro gekostet und reiben nicht zwischen den zehen….denke das ist bei allen flip flops gewöhnungssache

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